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Der neue Museumsstandort am Alten Rathaus ab 2012

 

Seit Jahrzehnten ist das Alte Rathaus zu einem kulturellen Treffpunkt und Ort der Diskurse über Geschichte und Kunst, Gegenwart und Zukunft der Stadt Potsdam geworden.

Neben hitzigen Diskussionen über die Entwicklung der Stadtmitte und den Wiederaufbau des Stadtschlosses als zukünftigen Sitz des Brandenburgischen Landtages fanden auch zahlreiche Tagungen und Konferenzen mit populärwissenschaftlichen, zeithistorischen und gesellschaftspolitischen Inhalten statt.

Regelmäßig wurden Lesungen und Konzertreihen angeboten. Im Zentrum der regen Ausstellungstätigkeit des Potsdam Forums stand die Gegenwartskunst. Ausstellungen herausragender Künstlern mit internationalem Renommee, z.B. Armin Mueller-Stahl, Linda McCartney und Andreas Feininger wurden gezeigt. Weitere Schwerpunkte der Ausstellungs- und Veranstaltungstätigkeit waren Themen zur Stadtentwicklung und Stadtgestaltung.

 

Intensive Debatte

Nach einer intensiven Debatte im Jahr 2007 um den geeigneten Standort für das Potsdam- Museum, fassten die Stadtverordneten am 05. März 2008 den Beschluss, das Alte Rathaus als zukünftigen Museumsstandort zu etablieren.
Bereits im Sommer 2008 begannen die Sanierungsarbeiten an der Fassade des Alten Rathauses. 
Heute krönen der neu vergoldete Atlas und die restaurierten Sandsteinfiguren auf dem Dachsims wieder das frisch verputzte Haus. Die schon sichtbare Sanierung des Hauses wird mit der Außenfassade des Knobelsdorffhauses fortgesetzt. Mit der im Oktober 2010 beginnenden Sanierung des Verbinders beginnt dann auch die Umgestaltung des Gebäudeinneren.

Durch die Zusammenführung von Potsdam-Museum und Potsdam Forum im Gebäudeensemble Altes Rathaus entsteht eine moderne, zeitgemäße Kultur- und Bildungseinrichtung neuen Typs, die Funktion eines Museums und Funktionen eines Veranstaltungshauses integriert.

 

 

Wechselvolle Geschichte

Der traditionsreiche Gebäudekomplex aus Altem Rathaus, Knobelsdorff-Haus und Verbindungsbau repräsentiert wie kein anderes Gebäude Potsdams die wechselvolle Geschichte der Stadt. In seiner herausgehobenen stadträumlichen Lage in Nachbarschaft zur Nikolai-Kirche, dem geplanten Bau des Landtages, der Nähe zum Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Filmmuseum Potsdam und Stadt- und Landesbibliothek mit guter Verkehrsanbindung für den Fern- und Nahverkehr entsteht eine Einrichtung mit weit größerer Attraktivität für Besucher.

Durch ausgeprägte Inhalte und attraktive Programme in Verbindung mit dem Umfeld positioniert sich das „Alte Rathaus“ als „Marke“; der Besuch des Potsdam-Museums kann das Angebot der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg ergänzen.

Zur Umsetzung der genannten Ziele wie Belebung des Stadtraumes am Alten Markt und erhöhte Wahrnehmung und Attraktivität der Einrichtung trägt maßgeblich der Haupteingang im Verbinder mit seiner offenen Fassadengestaltung bei, die den Blick auf  eine großzügige gemeinsame Treppenanlage mit Aufzug erlaubt.

Diese Situation wird maßgeblich zu der Belebung des Alten Marktes und Darstellung von Forum und Museum im Stadtraum beitragen, ergänzt durch den bestehenden Eingang des Alten Rathaus für Sonderausstellungen.

Hohes Potential

Das Museumskonzept zeichnet sich neben dem neuen Haupteingang durch das Herausarbeiten der räumlichen Potentiale des Sockelgeschosses mit Museumseingang, Ausstellung, Café und Medienpräsentation und einer schlüssigen Führung des Besuchers durch die Ausstellung des Potsdam Museums aus.

Veranstaltungen des Potsdam Forums profitieren von einer hohen Aufenthaltsqualität der Lobby mit Blick auf den Alten Markt und Lustgarten auf unterschiedlichen Ebenen der Treppenanlage.

Im Frühjahr 2012 wird die Sanierung abgeschlossen und das neue Potsdam Museum öffnet wieder seine Pforten.

Insgesamt werden in den neuen Musemsstandort ca. 8,6 Mio. € investiert. Davon über 1,2 Mio. € für die Ausstattung. Die Finanzierung erfolgt zu einem großen Teil über Fördermittel des Landes. Die Stadt steuert weitere fast 4 Mio. € hinzu.

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